Thailand und die ferne nahe Heimat

Von Palmen umgeben und 30°C tagsüber, tägliches schwimmen im Meer und Fruitsmoothies während die Heimat im Schnee versinkt.

 

Weihnachten und Silvester

 

Weihnachten ist nur Weihnachten, weil wir Weihnachtslieder hören und es uns sagen. Wir grillen und haben einen wunderbaren Abend zu sechst, ich sehe seit über einem Jahr meine Schwester wieder und wir treffen Anna und Ilja nach ihrem Monat in Laos wieder. Die Tage danach gleiten so dahin, es tut gut zu rasten, Ko Lanta zu erkunden, Chris wird leider krank, aber durch die gute Pflege bald wieder gesund. Wir trampen zu sechst und leben in den Tag hinein.

Wir merken aber, dass Thailand bzw. hier im Süden die Strände und Palmen, so idyllisch es auch ist, relativ langweilig ist… irgendwie gibt es uns wenig, die Einheimischen gerade hier im Süden wirken schon so routiniert und es ist schwierig wirklich mit ihnen in Kontakt zu kommen, da ist jeder Tourist wie der davor.

 

 

Bald aber werden wir Asien verlassen, ein langes Kapitel geht zu Ende und ein neues wird aufgeschlagen, dazwischen liegt eine drei wöchige Pazifiküberquerung auf einem Containerschiff. Ja, Fliegen wäre wesentlich günstiger und schneller. Aber genau darum geht es uns, langsam unterwegs zu sein. Wir können diese lange Zeit in Asien abschließen und uns auf den neuen Kontinent vorbereiten und diesen gigantischen Ozean begreifen und die Distanz spüren.
Für die Schiffsreise mussten wir noch unser Thailand Visum verlängern, wir hatten vor, das in der Einwanderungsbehörde zu machen, stellen dann aber leider fest, dass das 50$ kostet… Also entscheiden wir uns spontan, an dem Tag als Ilja und Anna ihren Weg nach Myanmar fortsetzen, sie nach Myanmar zu begleiten. Also ausstempeln, Boot über den Grenzfluss nehmen, 10$ an den Grenzbeamten zahlen, Ein- und Ausreisestempel von Myanmar erhalten und wieder zurück nach Thailand… Eine Sache von 2 Stunden, bekannt unter der Bezeichnung Visa Run 😀 Am Morgen noch hätten wir nicht gedacht, nochmal nach Myanmar zu kommen, wenn auch nur für ein paar Minuten.

Jetzt sind wir wieder in Krabi und verbringen eine Woche mit Chris’ Mama und einer Familienfreundin in einem schönen, ungewohnt luxuriösen Häuschen, mit kleinem gemütlichen Garten, eigenem Kleiderschrank, Kühlschrank und Ofen… So lässt es sich zwischendurch auch gut leben.

Am 24.Januar werden wir aufs Schiff steigen, wir sind schon sehr gespannt. Bis dahin wünsche ich euch allen einen guten Start in ein neues Jahr, das viele Wunder, Gesundheit und gegenseitiges Verständnis für alle bereit halten soll.

– Johanna